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Demokratie und Revolution

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Demokratie und Revolution - Wege aus der selbstverschuldeten ökologischen Unmündigkeit von Hedwig Richter und Bernd Ulrich Klappentext Es ist ein Widerspruch entstanden zwischen Demokratie und Ökologie, zwischen dem unabwendbaren Zeitdruck und der scheinbar gottgegebenen Langsamkeit der Demokratie. Die Historikern Hedwig Richer und der ZEIT-Journalist Bernd Ulrich wollen diesen Widerspruch überwinden und zeigen, wie eine notwendige Revolution zur Erhaltung unserer Lebensgrundlagen einhergehen kann mit der notwendigen Verteidigung und Entfaltung der Demokratie. Ich habe die Lektüre des Buches jetzt einige Wochen sacken lassen. Welche Gedanken sind bei mir hängen geblieben? Zielgruppe Das Buch richtet sich an politisch Interessierte. Ich habe es weiterempfohlen, und eine Rückmeldung war "Es ist mir zu kompliziert geschrieben". Das Buch ist tatsächlich komplex, denn das Thema ist komplex. Andererseits ist es so einfach geschrieben wie möglich. Man merkt, dass der Autor Journalis...

Corona-Zeiten und Verschwörungstheorien

Im Moment machen sich die Menschen ja allerlei Gedanken, wo das Corona-Virus herkommt, wie gefährlich es ist, was man dagegen tun kann, und wer davon profitiert oder verliert. Die Schwierigkeit bei allen diesen Fragen ist, dass es im Moment nur vorläufige Antworten auf diese Fragen gibt, wenn man eine seriöse Antwort geben will. Es ist für viele Menschen gar nicht so einfach, diese Unsicherheit auszuhalten. Es ist aber leider nicht vermeidbar. Die Wissenschaftler und Politiker befinden sich gerade in einer steilen Lernkurve, und jede Woche kommen neue Erkenntnisse hinzu. Denn das Virus und seine medizinischen und gesellschaftlichen Auswirkungen sind halt nun mal neu und unbekannt. Was von Anfang an bekannt war Gleichzeitig wusste man selbst am Anfang der Epidemie schon Folgendes über das Virus: - es hat, wenn es nicht gebremst wird, einen Fortpflanzungsfaktor oder Reproduktionszahl R von durchschnittlich ca. 3. d.h. jeder Infizierte steckt 3 weitere Menschen an, bevor er wied...

Schwindelfrei - Artikel von Wolf Lotter

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„Gegen Wahrnehmungsstörungen hilft nur, sich die Wirklichkeit genauer anzusehen.“ Das ist der Untertitel eines Artikels von Wolf Lotter. Eigenbeschreibung Wolf Lotter: Wolf Lotter spricht sich für einen nüchtern optimistischen Umgang mit Zukunftsthemen aus und gegen alarmistische und zukunftspessimistische Szenarien. Ich finde den Artikel gut, weil er nicht in die üblichen Raster passt. Er fordert mich heraus, mich meiner eigenen beschränkten Wahrnehmung bewußt zu werden, und gleichzeitig Auswege zeigt. Ein Zitat aus dem Artikel: „Zahlen und Daten. Der blinde Glaube an sie führt zu einer falschen Wahrnehmung von Wirklichkeit.“ Link zum Artikel: https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2019/wahrnehmung/schwindelfrei

Wie können wir zuverlässiges Wissen gewinnen?

Interpretation von Geschichte und Sprache A) Was können wir überhaupt über die Vergangenheit wissen? Wir können nur soviel über die Vergangenheit wissen, wie die Indizien und Hinweise es hergeben. Vieles wird für immer im Dunkeln bleiben. Und die Indizien müssen interpretiert werden. D.h. wir können immer nur darüber sprechen, wie wahrscheinlich oder plausibel ein Ereignis ist. Einen 100% Beweis wird es nie geben, weil Geschichte linear ist, und man den Ablauf nicht einfach in einem Experiment wiederholen kann. Dass z.B. die Mondlandung stattgefunden hat, ist sehr wahrscheinlich. Es gibt aber viele Menschen, denen die vorhandenen Dokumente, Mondsteine etc. nicht genug sind. Oder das Hitler Selbstmord begangen hat, ist auch sehr wahrscheinlich. Weil aber kein unabhängiger Zeuge dabei war, gibt es Leute, die glauben, dass er entkommen ist. Das gilt auch für die Ereignisse in Israel vor 2000 Jahren. Keiner kann 100% wissen, wie alles abgelaufen ist. Man kann nur sagen, wie es ver...

Wissenschaftliches Prinzip

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Ist Wissenschaft eine Ideologie? Mal ganz grundsätzlich - wie entscheiden wir uns, Wahrheit zu finden? Die beiden Extreme sind: - Traditionsbasiert : Ich glaube den Menschen, die vor mir gelebt haben- - Evidenzbasiert /empirisch: Ich glaube, dass Beobachtungen zu Erkenntnis führen. In dem Sinne ist Wissenschaft tatsächlich eine Ideologie: Der Glaube an die Erklärungskraft von Beobachtungen, und dass unsere Vorfahren (und wir auch) noch nicht alles wissen. Die andere Ideologie wäre der Glaube, dass Beobachtungen unzuverlässig sind, und alle (relevante) Wahrheit schon (durch unsere Vorfahren, durch Gott) offenbart ist. Wissenschaftler glauben offensichtlich an die Evidenz, und dass sie nicht alles wissen, und dass die Vorfahren auch nicht alles wussten. Sie können aber auch nicht jedes mal das gesamte Wissen von vorne entdecken, also vertrauen auch sie zu einem gewissen Grad den Vorfahren. Wieso glauben Wissenschaftler an die Evidenz/Empirie? Das war ja nicht immer so. ...

Wikipedia - vertrauenswürdige Quelle?

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Ich verweise gerne auf Artikel in der Wikipedia. Ist Wikipedia seriös, und sind diese Artikel überhaupt vertrauenswürdig? Bei Wikipedia kann ja im Prinzip jeder mitschreiben, und auch Quatsch reinschreiben – und diese Quatschschreiber gibt es auch.

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